MV Agusta Intercup: Leibundgut, wer sonst?


Die letzten beiden Rennen im MV Agusta Intercup versprachen einiges an Spannung, denn in Hockenheim tauchte der frühere Top-Pilot Christian Monsch mit einer F4 SPR auf und machte dem bereits als Serien-Gesamtsieger feststehenden Daniel Leibundgut ernsthafte Konkurrenz. Doch wegen eines technischen Defekts im Warm-up musste Monsch auf die Rennteilnahme verzichten.
Bereits bei der vorletzten SMR-Veranstaltung in Most in Tschechien hatte sich Daniel Leibundgut die beiden Rennsiege und damit auch den Gesamtsieg im MV Agusta Intercup gesichert. Deshalb konnte er in Hockenheim ohne Druck an den Start gehen.
Gegner Christian Monsch trat wie Leibundgut mit einer F4 SPR an. Im Qualfying trennten die beiden nur 0,3 Sekunden, was für die Rennen einiges an Spannung versprach, zumal sich die beiden bereits aus früheren Renn-Zeiten bestens kannten.
Rennen 1: Doch nach dem Warm-up musste Monsch Forfait geben. „Ich rutschte hinten ständig herum, auch neue Reifen und Anpassungen am Fahrwerk brachten nichts“, erzählte der Bündner. „Als ich den Verschalungskiel löste und Wasser rausfloss, wusste ich Bescheid. Die Zylinder-Kopfdichtung war defekt, das war auf die Schnelle nicht zu reparieren.“
Ohne ernsthafte Gegnerschaft tummelte sich Leibundgut im Feld der mitfahrenden Cup-Motorräder von Ducati und Suzuki und holte sich überlegen seinen insgesamt neunten MV-Laufsieg.
Rennen 2: Auch der zehnte Laufsieg war nur eine Formsache für Leibundgut. Der zweitbeste MV-Pilot kam fast eine Minute hinter „Leibi“ ins Ziel. Im Gesamtfeld der Ducati-MV-Suzuki-Piloten belegte Leibundgut den hervorragenden dritten Rang, direkt hinter den beiden Ducati-Stars Thomas Flückiger und Alain Andenmatten.


Text: Markus Lehner
Bilder: Racepixx