|
|
![]() Allein auf weiter MV-Flur: Daniel Leibundgut (Bild: Racepixx) Schleiz, MV Agusta Intercup: "Leibi" hat's drauf! Der erfahrene Rennsport-Haudegen Daniel Leibundgut kontrollierte das Geschehen beim Saisonauftakt des MV Agusta-Intercups in Schleiz nach Belieben. Bei den beiden zusammen mit der Swiss Ducati Challenge ausgetragenen Rennen hatte er als Konkurrent nur die Ducatis und sich selbst zu fürchten. 1. Lauf: Der 1953 geborene Daniel Leibundgut ist nicht nur fitter als viele zwanzig Jahre jüngere Rennkollegen, sondern auch noch schneller als die meisten Nachwuchs-Piloten. "Der Stress der Topklassen Superstock 600 und 1000 wäre mir heute zu viel", gibt der im Fahrerlager bei allen beliebe und geachtete "Leibi" zu. "Der MV-Cup ist genau das Richtige für mich. Ich hoffe, dass zu dem nächsten Rennen noch en paar Konkurrenten mehr auftauchen, um die Rennen spannender zu machen." Doch spannend war der erste Lauf dennoch, denn Leibundgut hatte hart zu kämpfen, bis er am Ducati-Pilot Christian Frei vorbeikam. "Die Kupplung funktioniert bei der MV quasi nur im On/Off-Modus, sauberes Dosieren beim Start ist unmöglich", erzählte Leibundgut. " Deshalb verlor ich am Anfang etwas an Boden. Nach zwei Runden hatte ich aber meinen Speed gefunden und zu Frei aufgeschlossen. Als er einmal das Gas sehr früh zumachte, bin ich ihm um ein Haar ins Heck gedonnert. Das war echt knapp. Dann hab ich ihn einer schnellen Passage gepackt. Ich habe dann sogar noch auf Thomas Flückiger mit der Ducati 848 Boden gut gemacht, aber ich hatte beim Start und beim Duell mit Frei bereits zu viel Zeit verloren." Zweitschnellster MV-Reiter war der 68 (!) Jahre alte Martin Bigler, der 52 sec auf Leibundgut einbüsste. Den letzten Pokal für Platz 3 erhielt der Deutsche Thomas Netzker, der nur eine Sekunde hinter Bigler die Ziellinie überquerte. 2. Lauf: Leibundgut verpatzte auch den Start zum zweiten Rennen. "Das war noch schlimmer als gestern", ärgert er sich. "Nach einer Runde war ich nur Sechster. Bis ich Christian Frei mit der Ducati ein- und überholt hatte, war die Spitze längst weg. Da müssen wir uns technisch bis Oschersleben was einfallen lassen. Ich habe erneut viel Boden auf Thomas Flückiger gutgemacht. Wenn ich mal optimal starten kann, könnte da einige Arbeit auf ihn zukommen." Zweitbeste MV Agusta war in diesem Rennen die F4 mit Thomas Netzker im Sattel. "Ich freue mich jetzt schon auf das Rennen auf dem Lausitzring, das ist meine Heimstrecke. Mal schauen, ob ich da näher an Leibundgut rankomme." Nur eine Sekunde dahinter kam "MV-Oldtimer" Martin Bigler ins Ziel. |